
Wie teilt ein Team Wissen mit KI, ohne dass jemand vermessen wird?
Stand der Fakten: 17. Oktober 2026
Genauer
Wer mit KI arbeitet, mit Agenten und geplanten Aufgaben, überträgt in kurzer Zeit Wissen in die Maschine, das sich über ein Berufsleben angesammelt hat. Liegt es in einem gemeinsamen Speicher, einem Team-Vault, können andere darauf zugreifen.
Für die Organisation ist das ein großer Gewinn: Fällt jemand aus, etwa durch Krankheit, ist die vorübergehende Vertretung leichter, weil viel vom Wissen dieser Person sauber abgelegt ist.
Dasselbe Wissen ließe sich aber auch auswerten – etwa mit einem Prompt, der fragt, wie man die Arbeitsleistung einzelner Personen „optimiert“. Das ist mit Vermessen gemeint. Deshalb lautet die erste Regel: Wer etwas teilt, darf daran nicht vermessen werden. Wird das nicht durch Vereinbarungen ausgeschlossen, an denen die Arbeitnehmervertretung beteiligt ist, ist niemand bereit, etwas hineinzulegen.
Solches Arbeiten setzt hohes Vertrauen zwischen den Teammitgliedern voraus. Wer führt und selbst im Team ist, muss deshalb ausdrücklich darauf verpflichtet werden, niemanden zu vermessen.
Aus der Praxis
Thomas J. Weiss baut ein solches Team auf, angefangen mit vier Personen, inzwischen etwa zehn. Die Regel gegen das Vermessen ist Stand Oktober 2026 noch eine Absicht; das Regelwerk entsteht mit dem Betriebsrat, ein erster Termin hat stattgefunden. Weiter ausbauen will er erst, wenn es steht. Die Regeln erscheinen hier, sobald sie formuliert sind, zumindest in Teilen.
Die erste Regel ist, wer etwas im Team-Vault teilt, darf nicht anhand dessen vermessen werden.
Quellen
- Interview „Team mit Claude“ mit Thomas J. Weiss, 16./17.10.2026
Zitieren: Thomas J. Weiss: „Wie teilt ein Team Wissen mit KI, ohne dass jemand vermessen wird?“ replicapong.de, Stand 17. Oktober 2026. https://replicapong.de/de/frage/team-ohne-vermessen/ – CC BY 4.0