Ich baue mir ein System
KI mit Gedächtnis, Regeln und Zugriff auf Dateien · 16 Fragen

- Soll ich das eingebaute Gedächtnis der KI-App nutzen?Nicht als Ablage. Was bleiben soll, gehört in deinen Wissensspeicher, wo du es lesen, ändern und nachsehen kannst.
- Wie viele Chats sollte ich offen haben?Wenige – so viele, wie du gerade Projekte führst. Thomas J. Weiss hat höchstens fünf bis sieben offen.
- Wie verhindere ich, dass beim Überarbeiten einer Datei etwas verloren geht?Mit einer Prüfkette: Die KI legt die neue Fassung an, liest sie zurück und vergleicht sie maschinell mit dem, was ankommen sollte.
- Woran erkenne ich erfundene Quellen und Fakten?Am Aussehen gar nicht: Eine erfundene Quelle sieht aus wie eine echte.
- Woran erkenne ich, ob die KI wirklich erledigt, gespeichert oder geprüft hat?Erst am Beleg, der danebensteht. „Erledigt“, „gespeichert“ oder „geprüft“ ist eine Meldung, kein Befund: Ein Modell meldet oft das Ergebnis, das der Auftrag erwartet hat.
- Warum zieht die KI aus richtigen Messungen falsche Schlüsse?Weil zwischen Messung und Ursache ein Schluss liegt, und das Modell eine Lücke gern mit dem Wert füllt, der das Bild vollständig macht.
- Wie vermeide ich, stundenlang nur Freigaben zu geben?Lass die KI selbstständig arbeiten und ihre Fragen sammeln. Kommt sie nicht weiter, legt sie dir alle in einem Rutsch vor – aber eine nach der anderen, jede mit ihrem Vorschlag.
- Wie prüfe ich einen Text, den die KI für mich geschrieben hat?Auf sachliche Richtigkeit, darauf, ob deine Überzeugung richtig wiedergegeben ist, und bei fremden Inhalten auf Quellen und Sorgfalt.
- Wie verhindere ich, dass die KI etwas löscht, was sie nicht soll?Nicht durch eine Bitte, sondern durch ein Verfahren: Erst die Liste, dann dein OK, dann der Papierkorb.
- Was passiert, wenn ich einen fremden Chat in meine KI kopiere?Deine KI führt ihn womöglich aus. Ein kopierter Chat besteht aus Aufträgen, und für die KI sieht er aus wie einer an sie.
- Wie viel Zeit kostet die Pflege eines KI-Arbeitssystems?Für einzelne Aufgaben entsteht die Methode nebenher und entlastet schnell; ein ganzes System mit vielen Werkzeugen und geplanten Aufgaben braucht dagegen mehr Pflege als gedacht, und sie lässt sich nicht vermeiden, nur begrenzen.
- Welche Regeln braucht meine KI – und muss ich sie selbst kennen?Wenige, und jede so formuliert, dass sich ein Verstoß feststellen lässt: „Sei sorgfältig“ kann man nicht brechen, „keine Übertragung ohne vorgezeigte Prüfsumme“ schon.
- Warum bietet die KI Umwege an, wenn etwas nicht geht?Weil ein Ausweg hilfreich wirkt, ganz gleich, ob es ihn gibt. Spürt die KI, dass dich etwas aufhält, schlägt sie lieber ein anderes Werkzeug vor, als zu sagen, dass hier gerade nichts geht.
- Was geht beim Arbeiten mit KI typischerweise schief?Selten das Spektakuläre, meist das Stille: Die KI glättet, was so bleiben sollte, übernimmt einen Fehler ungeprüft oder füllt eine Lücke im Auftrag mit dem, was ihr plausibel scheint.
- Was tun, wenn die Arbeit mit KI zu viel Raum einnimmt?KI-freie Zeiten einrichten, und davon nicht zu knapp – diszipliniert und von Anfang an.
- Wie arbeite ich mit zwei KIs zusammen?Mit einer Haupt-KI, die entscheidet und alles macht, was sie kann, und einer Hilfs-KI für das, was die Haupt-KI schlechter kann, etwa Bilder.