42 Fragen · eine Praxis · offen gelegt
Arbeiten und Schreiben mit KI – ehrlich beantwortet.
Antworten aus der eigenen Praxis von Thomas J. Weiss, mit Quellen und mit den Fehlern, die dabei passiert sind.
Wo stehst du?
Ich fange gerade anWas es kostet, welche KI passt, wie man beginnt11 FragenIch schreibeWas KI beim Schreiben bringt – und was bei dir bleibt11 FragenIch baue mir ein SystemKI mit Gedächtnis, Regeln und Zugriff auf Dateien16 FragenIch arbeite im TeamWissen teilen, ohne vermessen zu werden9 FragenWas macht KI mit uns?Balance, Strom, Arbeit3 FragenDer LeitfadenEine KI mit Gedächtnis einrichten – zum MitnehmenStartprompt zum Kopieren
Häufig gefragt
- Wie fange ich an, mit einer KI zu arbeiten, die sich erinnert?In drei Schritten: die App installieren, Konnektoren einrichten, einen lokalen Wissensspeicher anlegen.
- Welche KI eignet sich – und was bieten die anderen?Für eine KI, die sich erinnert, Claude oder ChatGPT. Am vollständigsten geht es mit der Claude-Desktop-App, weil der Wissensspeicher dort ein echter Ordner auf deinem Rechner ist.
- Was kostet KI im Monat wirklich?Zum Einstieg rund 20 € im Monat. Claude Pro kostet in Deutschland 18 € netto, also 21,42 € mit Mehrwertsteuer, und ist monatlich kündbar.
- Werden meine Chats zum Training genutzt?Bei Claude entscheidest du das selbst – auch im bezahlten Abo. Seit einer Änderung der Bedingungen im August 2025 fragt der Anbieter Nutzerinnen der Stufen Free, Pro und Max, ob ihre Gespräche ins Training einfließen dürfen.
- Wem gehört ein Text, den ich mit KI schreibe?Das entscheidest du – je nach Projekt und nach der Rolle, die du darin hast.
- Was tun, wenn die Arbeit mit KI zu viel Raum einnimmt?KI-freie Zeiten einrichten, und davon nicht zu knapp – diszipliniert und von Anfang an.
So entsteht jede Antwort
- Thomas erzähltim Interview, oft aus dem Bauch
- Claude ordnetsortiert, formuliert, belegt
- Thomas prüftund verantwortet jeden Satz
Ich fange gerade an
- Brauche ich dafür eine Schulung?Nein. Gleich anfangen und dabei fragen.
- Darf ich Daten anderer Menschen in ein KI-Abo eingeben?Mit einem privaten Abo besser nicht. Wer Daten anderer Menschen von einem Dienst verarbeiten lässt, braucht dafür in der Regel einen Auftragsverarbeitungsvertrag.
- Mache ich mich von einem Anbieter abhängig?Weniger als befürchtet, wenn dein Wissen in offenen Dateien bei dir liegt.
- Was kostet KI im Monat wirklich?Zum Einstieg rund 20 € im Monat. Claude Pro kostet in Deutschland 18 € netto, also 21,42 € mit Mehrwertsteuer, und ist monatlich kündbar.
- Was, wenn ich mit dem Computer nicht so sicher bin?Trotzdem anfangen, gern schlank. Und jede Lücke aussprechen: Sag der KI, was du nicht verstehst, jedes Mal.
- Welche KI eignet sich – und was bieten die anderen?Für eine KI, die sich erinnert, Claude oder ChatGPT. Am vollständigsten geht es mit der Claude-Desktop-App, weil der Wissensspeicher dort ein echter Ordner auf deinem Rechner ist.
- Werden meine Chats zum Training genutzt?Bei Claude entscheidest du das selbst – auch im bezahlten Abo. Seit einer Änderung der Bedingungen im August 2025 fragt der Anbieter Nutzerinnen der Stufen Free, Pro und Max, ob ihre Gespräche ins Training einfließen dürfen.
- Wie fange ich an, mit einer KI zu arbeiten, die sich erinnert?In drei Schritten: die App installieren, Konnektoren einrichten, einen lokalen Wissensspeicher anlegen.
- Wie viel Zeit kostet das?Für einzelne Aufgaben weniger, als man denkt, weil die Methode nebenher entsteht: Du steckst die Zeit hinein, die du ohnehin für deine Aufgaben brauchst.
Ich schreibe
- Muss ich kennzeichnen, was die KI geschrieben hat?Eine Kennzeichnung je Absatz oder je Text verspricht eine Genauigkeit, die es kaum gibt: Am Ende sind fast alle Texte Mischungen.
- Schreibt Claude die Texte dieser Seite – als Ghostwriter?In gewissem Sinn ja: Auf dieser Seite formuliert Claude fast alles, Thomas J. Weiss gibt die Richtung vor, antwortet im Interview, prüft und verantwortet.
- Soll ich meinen Text diktieren oder schreiben?Das hängt an deiner Rolle: Ist es dein Text oder nicht? Am eigenen Werk schreibst du, denn dort zählt jedes Wort.
- Was bringt KI beim Schreiben wirklich?Nach der Erfahrung von Thomas J. Weiss weniger im Formulieren als im Prüfen, Belegen und Erinnern.
- Welche Rollen darf die KI beim Schreiben übernehmen – und welche nicht?Recherchieren, erinnern, prüfen, formatieren: ja. Ghostwriter, Muse oder Dramaturg: nein.
- Wem gehört ein Text, den ich mit KI schreibe?Das entscheidest du – je nach Projekt und nach der Rolle, die du darin hast.
- Wie behalte ich nach, welcher Teil eines Textes von mir ist?Nicht mit dem Gedächtnis, sondern mit der Ablage: Leg deine Urfassung ab, bevor die KI etwas überarbeitet, und bewahre Urfassung und Bearbeitung getrennt auf.
- Wie bringe ich die KI dazu, meinen Text nicht ungefragt zu verändern?Sag ausdrücklich: melden, nicht ändern. Das Modell nennt die Stelle und was dagegen spricht – entscheiden tust du.
- Wie erkenne ich, ob ein KI-Projekt gelungen ist?Indem du vorher festlegst, woran du es messen willst – nicht hinterher.
- Wie prüfe ich einen Text, den die KI für mich geschrieben hat?Auf sachliche Richtigkeit, darauf, ob deine Überzeugung richtig wiedergegeben ist, und bei fremden Inhalten auf Quellen und Sorgfalt.
Ich baue mir ein System
- Soll ich das eingebaute Gedächtnis der KI-App nutzen?Nicht als Ablage. Was bleiben soll, gehört in deinen Wissensspeicher, wo du es lesen, ändern und nachsehen kannst.
- Warum bietet die KI Umwege an, wenn etwas nicht geht?Weil ein Ausweg hilfreich wirkt, ganz gleich, ob es ihn gibt. Spürt die KI, dass dich etwas aufhält, schlägt sie lieber ein anderes Werkzeug vor, als zu sagen, dass hier gerade nichts geht.
- Warum zieht die KI aus richtigen Messungen falsche Schlüsse?Weil zwischen Messung und Ursache ein Schluss liegt, und das Modell eine Lücke gern mit dem Wert füllt, der das Bild vollständig macht.
- Was geht beim Arbeiten mit KI typischerweise schief?Selten das Spektakuläre, meist das Stille: Die KI glättet, was so bleiben sollte, übernimmt einen Fehler ungeprüft oder füllt eine Lücke im Auftrag mit dem, was ihr plausibel scheint.
- Was passiert, wenn ich einen fremden Chat in meine KI kopiere?Deine KI führt ihn womöglich aus. Ein kopierter Chat besteht aus Aufträgen, und für die KI sieht er aus wie einer an sie.
- Welche Regeln braucht meine KI – und muss ich sie selbst kennen?Wenige, und jede so formuliert, dass sich ein Verstoß feststellen lässt: „Sei sorgfältig“ kann man nicht brechen, „keine Übertragung ohne vorgezeigte Prüfsumme“ schon.
- Wie arbeite ich mit zwei KIs zusammen?Mit einer Haupt-KI, die entscheidet und alles macht, was sie kann, und einer Hilfs-KI für das, was die Haupt-KI schlechter kann, etwa Bilder.
- Wie verhindere ich, dass beim Überarbeiten einer Datei etwas verloren geht?Mit einer Prüfkette: Die KI legt die neue Fassung an, liest sie zurück und vergleicht sie maschinell mit dem, was ankommen sollte.
- Wie verhindere ich, dass die KI etwas löscht, was sie nicht soll?Nicht durch eine Bitte, sondern durch ein Verfahren: Erst die Liste, dann dein OK, dann der Papierkorb.
- Wie vermeide ich, stundenlang nur Freigaben zu geben?Lass die KI selbstständig arbeiten und ihre Fragen sammeln. Kommt sie nicht weiter, legt sie dir alle in einem Rutsch vor – aber eine nach der anderen, jede mit ihrem Vorschlag.
- Wie viele Chats sollte ich offen haben?Wenige – so viele, wie du gerade Projekte führst. Thomas J. Weiss hat höchstens fünf bis sieben offen.
- Woran erkenne ich erfundene Quellen und Fakten?Am Aussehen gar nicht: Eine erfundene Quelle sieht aus wie eine echte.
- Woran erkenne ich, ob die KI wirklich erledigt, gespeichert oder geprüft hat?Erst am Beleg, der danebensteht. „Erledigt“, „gespeichert“ oder „geprüft“ ist eine Meldung, kein Befund: Ein Modell meldet oft das Ergebnis, das der Auftrag erwartet hat.
Ich arbeite im Team
- Ein gemeinsamer Wissensspeicher für alle – oder mehrere?Mehrere. Ein gemeinsamer Speicher funktioniert nur unter Menschen, die einander vertrauen und tatsächlich zusammenarbeiten.
- Reicht es, das Wissen in einen gemeinsamen Speicher zu legen?Nein. Die KI-Instanzen hatten das Wissen, die Menschen nicht. Ein geteilter Speicher ersetzt keine Einarbeitung: Wer übernehmen soll, muss die Grundprinzipien verstanden haben, sonst fehlt der Mut, sich heranzutrauen.
- Was haben die Einzelnen davon, ihr Wissen zu teilen?Weniger Routine, mehr Zeit für Kreatives – und das gute Gefühl, eine Zeit lang verzichtbar zu sein.
- Was teilt man in einem Team-Speicher konkret?Methoden, nicht Ergebnisse. Wer weiß, wie etwas gebaut ist, kann es nachbauen, abwandeln und verbessern.
- Wer gehört in einen Team-Speicher – und wer nicht?Team ist, wer schreibt. Wer über Stellen entscheidet, gehört nicht hinein.
- Wie teilt ein Team Wissen mit KI, ohne dass jemand vermessen wird?Indem das Vermessen ausdrücklich ausgeschlossen wird, bevor jemand etwas teilt – schriftlich und unter Beteiligung der Arbeitnehmervertretung.
- Wie viel Zeit kostet die Pflege eines KI-Arbeitssystems?Für einzelne Aufgaben entsteht die Methode nebenher und entlastet schnell; ein ganzes System mit vielen Werkzeugen und geplanten Aufgaben braucht dagegen mehr Pflege als gedacht, und sie lässt sich nicht vermeiden, nur begrenzen.
Was macht KI mit uns?
- Kostet KI Arbeitsplätze – und wem gehören die Erträge?Einen breiten Verlust an Arbeitsplätzen gibt es bisher nicht. Aber Berufseinsteigerinnen in Berufen, die KI stark ausgesetzt sind, trifft es zuerst.
- Was tun, wenn die Arbeit mit KI zu viel Raum einnimmt?KI-freie Zeiten einrichten, und davon nicht zu knapp – diszipliniert und von Anfang an.
- Wie viel Strom verbraucht KI?Die einzelne Anfrage wenig, das System als Ganzes viel – und schnell mehr.